GEDICHT | Zwei helle Sternlein funkeln

Zwei helle Sternlein funkeln
wohl über dem Häuschen klein
Christkindchen steht draußen im Dunkeln
und schaut zum Fenster hinein.

Es schaut, ob die Kinder brav sind
ob sie sich nicht zanken und schrein
und wenn die Kleinen im Schlaf sind
dann geht es zum Himmel hinein.

Im Himmel hat es ein Gärtchen
von Tannbäumchen voll.
Christkindchen läutet am Pförtchen
daß man ihm aufmachen soll.

Der Nikolaus geht durch den Garten:
„Mein guter Knecht mach auf!“
Christkindchen braucht nicht zu warten,
Der Nikolaus macht schon auf.

Christkindchen durch Moos und Gebüsche
dann in sein Häuschen geht.
Da sitzen die Englein am Tische
und machen Christgerät.

Nüsse vergolden die einen
die anderen backen Konfekt
noch andere haben die kleinen
Wachslichter aufgesteckt.

Gärtchen und Häuschen sie machen
Puppen, Soldaten,
viel zahllose schöne Sachen,
Bilderbücher und Spiel.

Am Heiligen Abend werden die Bäumchen
geputzt mit Pracht
und heimlich auf die Erde
zu braven Kindern gebracht.

Dann kehren sie wieder zurücke
neigen die Flüglein sacht
beten mit dem Christkind leise
und sagen sich Gute Nacht!

Alles schläft im Dunkeln
bald wird es Weihnacht sein.
Zwei helle Sternlein funkeln
wohl über dem Häuschen klein.

Autor: unbekannt

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